Absichten, Weltverbesserer, Maktub und Neid.

26.11.2013 (4)

“Die Taten sind gemäß den Absichten.”, sagte unser geliebter Prophet saw. mal. (beim Bukhari und Muslim überliefert)
Was nutzt es einem, wenn man alles Gute welches man tut, nur macht um einen Namen zu bekommen und einen Status zu erreichen.
Sind die Taten, die man macht um gesehen zu werden den hoch an Wert vor dem Herrn, für Den man doch alles machen sollte?!
Oh Herr, schütze uns vor falschen und verlogenen Absichten.
Und schütze uns vor Menschen, die diese falschen Absichten haben.
Hilf uns, unser Herz und unsere Seele vor unserem Nafs zu schützen!
Oh Gott, schütze mich vor der Trauer die mein Inneres ein nimmt, wenn ich falsche Absichten an einst geliebten Menschen sehe.

03.11.2013 (3)

Verbessere Dich!
In dieser Nasiha möchte ich auf ein Zitat des islamischen Mystiker Dschalal ad-Din Muhammad Rumi (1207 – 1273) eingehen.
Dieser sagte voll Weisheit:
“Gesten war ich klug, so dass ich die Welt verändern wollte, heute bin ich weise, so dass ich mich selbst verändern möchte.”
Wir alle haben einen bestimmten Tatendrang. Nicht zuletzt wird es durch die ganzen negativen und traurigen Nachrichten aus aller Welt ausgelöst. Überall sehen wir zu Unrecht geführten Kriege, Kinder und unschuldige Menschen die leiden, und Menschen aus der dritten Welt, die an Hunger und Durst sterben.
Die Absicht und der Wunsch etwas zu verändern ist daher berechtigt und nachvollziehbar. Doch haben wir die Macht dazu? Und sollten wir los laufen, in die große weite Welt und versuchen sie zu “retten”? – Nein!
Alles fängt bei einem selbst an! Man muss erst an sich selbst arbeiten und sich verbessern und verändern. Man sollte offen sein, um seine Fehler zu entdecken und sie anzugehen. Es ist normal und menschlich Fehler zu haben.
So sollten wir uns darauf konzentrieren uns zu verbessern und uns zu verändern.
Jede Seele wird für sich sprechen. Und man hat es in der Hand sich selbst zu ändern, aber nicht in der Hand, die ganze Welt zu ändern.
Man wird zur Rechenschaft für sich gezogen, und nicht für etwas, dass man sowieso nicht ändern könnte. Dieses würde der Gerechtigkeit des Herrn widersprechen.

So sollten wir versuchen, alle etwas weise zu handeln und zu leben, so dass wir uns verbessern und für uns selbst einen Nutzen zu haben.

Denn nur jemand, der für sich selbst einen Nutzen hat, kann auch der Gesellschaft einen Nutzen bringen.
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29.10.2013 (2)
Auf Allah vertrauen – Maktub!
Suche immer Hilfe bei Allah, denn Er ist Derjenige, der Vollkommene, Welcher dir dein Schicksal schrieb. Und bewahre Ihn und deine Liebe zu Ihm nicht nur an Tagen, an denen es dir schlecht oder gut geht, sondern immer, in jeder Lebenssituation.
Vergiss nie, dass alles was geschieht etwas Gutes an sich hat. Und vergiss nie, dass Allah seine Diener/innen liebt.
Alles steht geschrieben, wie im unten folgenden Hadith. So mach dir keine Sorgen, sondern vertraue auf den Schöpfer des Vertrauens.

“Abd Allah ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, der gesagt hat: Ich war eines Tages hinter dem Propheten (s), und er sagte:

O Jüngling, ich lehre dich einige Worte: Bewahre Allah, dann bewahrt Er dich. Bewahre Allah, dann findest du Ihn vor dir. Wenn du bittest, dann bitte von Allah. Wenn du Hilfe suchst, dann suche Hilfe bei Allah. Und wisse, dass; die (gesamte) Gemeinschaft, wenn sie sich versammelte, dir in einer Sache zu nutzen, sie dir nur in etwas nutzt, das Allah schon für dich niedergeschrieben hat, und dass sie, wenn sie sich versammelte, dir in einer Sache zu schaden, sie dir nur in etwas schadet, das Allah schon für dich niedergeschrieben hat. Die Schreibfedern sind hochgehoben und die Seiten getrocknet.

Dies berichtete Tirmidi, der gesagt hat, dass es ein guter, gesunder Hadith ist. Und in einem anderen Bericht als dem des Tirmidi heisst es:

Bewahre Allah, dann findest du Ihn vor dir. Mache dich vertraut mit Allah im Überfluss, dann kennt er dich im Elend. Wisse, das das, was dich verfehlte, dich nicht getroffen haben sollte, und das, was dich traf, dich nicht verfehlt haben sollte. Und wisse, dass der Sieg mit der Geduld (einhergeht), der Trost mit der Sorge und mit der Not die Erleichterung.”

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28.10.2013 (1)
Neid und Eifersucht sind meiner Meinung nach die Mutter allen Übels! Wir sollten versuchen und aufrichtig danach streben, unser Herz von Neid, Eifersucht und Missgunst zu schützen und rein zu halten! So wie Allah im folgenden Vers sagt; jeder bekommt das, was er verdient.
“Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen bevorzugt hat. Den Männern kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben, und den Frauen kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben. Und bittet Allah (um etwas) von Seiner Huld. Allah weiß über alles Bescheid.” (Qur’an 4:32)
Und ein Hadith:
Der Prophet (s) sprach: „Niemand von euch ist gläubig, solange er nicht für seine/n Schwester/Bruder das Gleiche wünscht wie für sich selbst.“

Solidarität mit Familien.

arbeit

Es ist eines morgens. Ich sitze wieder total müde in der Vorlesung, pumpe mir meinen Kaffee rein als wäre es Wasser und mache mir nebenbei Notizen über Dinge, die in der Vorlesung vorkommen und ich sie irgendwie, irgendwo für wichtig halte.

Thema dieser Vorlesung ist wie man mehr Zeit für Eltern und Kind(er) schaffen könnte; in unserer Gesellschaft, in der die Wirtschaft und nicht die Familie an oberster Stelle steht.

Es wird uns ein Vorschlag der aktuellen Familienministerin vorgelegt,  welche den Vorschlag machte, dass man Eltern die Möglichkeit einer 32-Stunden-Woche geben sollte welche aber als Vollzeitstelle bezahlt wird. Die 32 Stunden vom Unternehmen, und die restlichen Stunden von Steuergeldern. Ja, von Steuergeldern. (Jetzt atmen wir einmal tiiiiief ein. Und wieder aus. Alles wird gut!)

Der Anlass zu diesem Text ist folgender: 

Eine Kommilitonin meldete sich und hatte einen wunderbaren Einwand gegen den  Vorschlag  unserer Familienministerin:

Es sei doch unfair und absolut nicht gerecht gegenüber Frauen oder allgemein Menschen, die sich gegen ein Kind entscheiden und die aber normale 38/40 – Stunden – Wochen arbeiten müssten und außerdem  dann noch mit ihren Steuergeldern so etwas bezahlen müssten.

Der erste Schock  nach dieser Aussage saß erstmal, wurde dann aber viel schlimmer als die Hälfte der anderen Kommilitoninnen noch zustimmten. Und dann kam noch ein weiterer toller Vorschlag: ‚Kindergartenpflicht einführen ab 3 Jahren!‘ Dann könnten alle wieder schön Vollzeit arbeiten gehen und niemand muss mit seinen Steuergeldern so eine Ungerechtigkeit finanzieren.  

Man sollte sich vielleicht in dieser Sache 3 Dinge klar machen: 

1. Die Personen, seien es nun Mütter oder Väter würden nach diesen 6 Stunden am Tag die sie arbeiten, nicht Heim fahren, ihre Füße hochlegen und Pina Colada trinken. Nein! Sie müssten höchstwahrscheinlich noch den ganzen restlichen Tag und die Nacht  ihren kleinen Kindern hinterher rennen, einen Haushalt schmeißen (der mit Kind schlimmer ist, als ohne) und noch viele andere Dinge mehr. Während man als Person die sich gegen ein Kind entschieden hat (was einem absolut frei steht) dann noch 2 Stunden mehr arbeitet und dann Feierabend hat und nichts mehr großes leisten muss. Die Personen mit Kind haben einen noch viel anstrengenderen Job, für den sie nicht vom Feinsten bezahlt werden, und keine Ruhe und Pause davon haben. 

Natürlich war es ihre eigene Entscheidung. Kinder bringen Verantwortung mit sich, und man muss mit Schwierigkeiten rechnen,  aber wenn man diesen Menschen nicht irgendeine Möglichkeit bietet Familie und Beruf auf irgendeine Weise zu vereinbaren, wer soll denn dann die Kinder für diese Gesellschaft auf die Welt bringen? Soll Deutschland aussterben? Und wer zahlt dann eure Renten?!

Wenn wir schon dabei sind: Übrigens werden dann genau diese Kinder mit ihren Steuergeldern für unser Wohl ein bezahlen! (Nicht, dass sie das dann auch unfair finden – immerhin sind sie ja nicht alt)    

2. Wir zahlen doch so oder so unsere Steuern. Es ist ja nicht so, dass man zu diesen Personen dann vor die Haustür laufen muss und sagt: Hier bitte, hier meine Steuergelder für dich, weil du 8 Stunden in der Woche weniger arbeitest, ’nur‘ weil du Mutter/Vater werden wolltest. Man zahlt seine Steuergelder sowieso. Und für was sie benutzt werden ist dann doch gleich?! Gilt den in einer Gesellschaft nicht das Solidaritätsprinzip? Wenn man nur wüsste, wo unsere Steuergelder alles rein fließen? Straßenbauten? Also ich sehe keine einwandfreien Straßen vor meiner Tür! Sozialhilfen wie z.B. Arbeitslosengeld II? Ist das nicht das, was man bekommt, aber davon eine Familie nicht mal die Miete begleichen kann, und worüber man ein Jahr lang diskutiert ob es um 0,50 € erhöht werden soll? Man sollte mal langsam die Augen auf machen, aus der offensichtlich rosa-roten-Welt in der man aufgewachsen ist austreten, und der Realität und der gesellschaftlichen  und politischen  Lage einen kritischen Blick zu werfen.

3. Kommen wir zur Kindergartenpflicht. Eltern (welche übrigens lt. GG ein Elternrecht haben) sollen dazu gezwungen werden, ihre Kinder mit 3 Jahren an Fremde abzugeben, von denen man nicht 100% weiß, was sie den Kindern ins Herz und ins Hirn pumpen. Kann mir jemand gewährleisten, dass in den Kindergärten meinen Kindern die Philosophie weitergegeben wird, nach der ich lebe und von der ich will, dass auch meine Kinder danach leben? Kann man mir versichern, dass mein Kind von den ErzieherInnen so geliebt und geschätzt und beachtet werden  wird, wie ich es als Elternteil tun würde? Man soll kleine Kinder die sich nicht einmal richtig artikulieren können zwingen, sich von ihren Eltern zu trennen. 8 Stunden am Tag. Damit unsere ach so geliebte Wirtschaft und unsere ach so noch mehr geliebten Politiker zufrieden sind!

 

Meine lieben Mitmenschen. Wir sollten begreifen, dass nicht alles so ist, wie es uns gesagt wird. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen. Deine-Meine Steuergelder? Unfair? Ungerecht?

Man sollte sich mit der Thematik auseinandersetzen und vor allem nachdenken bevor man unkluge Aussagen trifft. Und vielleicht sollte man sich eine etwas kritische Ader zulegen, was Politik und Wirtschaft anbelangt.

Der Vorschlag von Familienministerin Schwesig (SPD) wird leider nicht umgesetzt werden. Wahrscheinlich erschien es der Wirtschaft und den KollegInnen in der Politik  zu sinnvoll.  Und man wäre ja nicht Politiker, wenn man sinnvolle Dinge nicht empört ablehnen würde. 

Mit der Hoffnung, dass wir verstehen, dass es die Schwachen zu unterstützen gilt. Meine Steuergelder könnt ihr haben!

Mit der Hoffnung, dass der Satz „Kinder sind unsere Zukunft!“ wahrgenommen, verstanden und verinnerlicht wird. 

Ein Text an den Mann. Und die Frau. Und die Welt.

„Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr.“  – Laotse

Eine Sache die ich länger beobachtet habe, und durch einen Tropfen, in Form einer Aussage, dieser Text entstand.

(Warnung:  Dieser Text wurde in einem Zustand der Aufruhr geschrieben, und beinhaltet deshalb viel von der speziellen Esim-Art des Sarkasmus, Ironie, harte Herangehensweise und eine scharfe Zunge.)  

 

Es gibt nichts armseligeres als einen Mann, welcher sich vor der Überlegenheit der Frau fürchtet. Nichts Dümmeres, als die Aussagen, dieser Art von Menschen. Natürlich würden sie das niemals zugeben, da in ihren Augen, eine Frau schon von Natur aus niemals einem Mann, in keinerlei Hinsicht, überlegen sein kann. Das ist  für sie ein Naturgesetz, welches nicht anzuzweifeln und nicht zu ändern ist.

Aber man sollte sich vielleicht eines mal vergegenwärtigen: euer Leben kommt von Gott, doch die Geburt von eurer Mutter (eine Frau!). Das „Etwas“, das ihr so sehr hasst, und gegen das ihr (für mich unverständlicherweise) so krass ankämpft, ist unter vielen anderen   jemand, der euch  auf die Welt gebracht hat. Die euch 9 Monate lang im Bauch getragen hat, Stunden lang Schmerzen gelitten hat, bis ihr da ward, und sich Jahrelang für euch aufgegeben hat.

Natürlich, zu einem Kind gehören immer zwei.

Und seien wir ehrlich: den Part den die Männer (Ja, ich bin Muslima, und ja ich werde jetzt offen darüber reden, in aller Öffentlichkeit) bei dieser Sache übernommen haben ist keine Kunst! Man braucht nicht viel Intelligenz dazu, oder sonst welche besonderen Gaben, wenn es selbst schon 12 Jährige Kinder hier zu Lande hinbekommen. Man kann den Part    des Mannes bei einem Kind, nicht ansatzweise mit dem Part der Frau vergleichen. 9 Monate und 9 Minuten sind ein riesen Unterschied!  Sollte man vielleicht mal darüber nachdenken! 

Männer, die alles einsetzen; ihren Körper, ihren Status, ihren Einfluss, ihren Geist, ihre Seele, ihr Herz –  einfach alles, nur offensichtlich nicht ihren Verstand und ihr Hirn tätigen solche Aussagen, wie sie mir gestern begegnet ist: 

„Die Aussage, ‚das Paradies liegt unter den Füßen der Mutter.‘ (Prophet Muhammad s.) wurde nur getätigt und so gepusht um die Frau populär zu machen!“ (Selbstverständlich waren es die Frauen in den „modernen Ländern“ welche „emanzipiert sein wollen“ die das getan haben.

Und es kommt noch besser:

„Nur sind die Frauen zu blöd dazu, zu verstehen, dass wenn sie sch*** Frauen sind, die Hölle das Paradies ersetzt.“ (Ja, sowas musste ich mir anhören)

Mein Tipp an Männer, welche solche Aussagen tätigen oder eine  Richtigkeit darin sehen: 

Am besten ihr baut euch einen Bunker. Gaaaaanz tief unter der Erde. Und lebt dort. Für immer. Dann seid ihr für immer und ewig vor „dem Gift der Frau“ in Sicherheit.

Nur kommt dann leider ein Problem auf: eure nicht vorhandene Selbstständigkeit und eure Hilflosigkeit, ohne eben diese Personen, die ihr so hasst.

Denn genau solche Menschen, die solch Aussagen treffen und  sie für gut heißen sind es,  die keinen Schritt machen können ohne die Hilfe ihrer Mutter, Frau, Tochter, Schwester oder wem auch immer. Die bekocht, bewirtet, behaushaltet werden müssen, so dass sie überleben können weil sie selbst zu unterprivilegiert dazu  sind.

Schämt euch, vor eurer Mutter, eurer Frau, eurer Tochter, eurer Klassenkameradin und vor allen anderen (euch überlegeneren) Frauen auf dieser Welt! Ohne sie wärt ihr ziemlich arm dran!  

Und an alle Frauen, die solch Männer unterstützen: am besten ihr geht entweder mit in diesen besagten Bunker,    oder ihr verlasst einfach nie wieder eure Küche. Denn wenn ihr dies tut, dann warten draußen nämlich Frauen wie ich es eine bin auf euch, und das könnte weder euch, noch eurem Mann gefallen.

 

Schlusswort:

Ihr seid es, Menschen die ein solch kranken Gedankengut bei sich tragen und frei auf den Straßen dieser bunten Welt rum laufen, ihr seid es, die meinen gerechten  Herrn, meinen wunderfriedlichsten Glauben, meine Menschlichkeit, mein edles Buch, meinen charaktervollen   Propheten (s.) und all jene, die nicht so denken, in eine widerliche, dunkle und staubige Ecke drängt und einen dunklen Schatten auf uns werft, den wir nicht verdient haben! 

An alle, die mich zu diesen Worten verleitet haben, möget ihr einsichtig sein. Oder was mir noch lieber wäre: möge  die Gerechtigkeit des Jenseits in voller Härte auf euch treffen!

 

Ich bin froh eine Frau zu sein. Es ist ein Privileg eine Frau zu sein. Dessen bin  ich mir sicher. Und ein noch viel größeres Privileg ist es, eine muslimische Frau zu sein!

Ich danke jedem einzelnen Menschen, der sich für die Recht von Menschen , von Frauen im Namen der Gerechtigkeit einsetzt  und eingesetzt hat. Voran meinem geliebten  Propheten Muhammad (Segen und Friede seien auf ihm) der mich auch die Geduld lehrte, die ich aufbringen muss, um an solch Menschen nicht kaputt zu gehen.

      

„Ja gewiß, die Frauen sind die Ebenbürtigen (bzw. die Gegenüber) der Männer. Nur ein edler Mensch behandelt sie gut, nur ein mieser Mensch behandelt sie schlecht.“

„Die vollkommensten im Glauben sind von den Gläubigen die Besten an Charakter und Benehmen, und die Besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten behandeln.“ 

„Schätzt eure Töchter nicht gering. Sie sind warmherzig und wertvoll.” 

„Gewiss, muslimische Männer und muslimische Frauen, gläubige Männer und gläubige Frauen, ergebene Männer und ergebene Frauen, wahrhaftige Männer und wahrhaftige Frauen, standhafte Männer und standhafte Frauen, demütige Männer und demütige Frauen, Almosen gebende Männer und Almosen gebende Frauen, fastende Männer und fastende Frauen, Männer, die ihre Scham hüten und Frauen, die (ihre Scham) hüten, und Allahs viel gedenkende Männer und gedenkende Frauen – für (all) sie hat Allah Vergebung und großartigen Lohn bereitet.“ (Quran 33:35)

 

(©esimmasallah)

Die erste Prüfung

Sehnsucht.

Die erste Prüfung , die Gott dem Menschen auferlegte.

Einher ging und geht damit die Einsamkeit, das Alleinsein.

Als Er Adam (Segen auf ihm) von Sich fort schickte , sollte dieser die  Einsamkeit ohne das Vollkommene spüren.

Die Sehnsucht, nach dem Einen, dem Ewigen. Die Sehnsucht nach jener Welt, nach dieser einen Welt, dieser unerklärlichen Dimension, die kein Gleiches hat.

Die Sehnsucht. Diese Sehnsucht. Seit Beginn unserer Zeit. Sehnsucht. 

Alles lebt. Und alles stirbt. Mit der Sehnsucht.

Alles lebt, und alles stirbt. Mit der Sehnsucht.

Alles lebt, und alles stirbt mit der Sehnsucht. 

Unsere erste Prüfung. Die Sehnsucht. Nach dem Ganzen. Nach der vollkommenen Seele. 

Mein Licht.

„Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemanden zeigt.“ – Mark Twain. 

Verstecke deine dunkle Seite vor mir. 

Es macht mir nichts.  Denn wir sind Seelenverwandt. 

Wieso sollte ich  in Neugier um die eine, in meinen Augen unbedeutende dunkle Seite untergehen, wo ich doch deine wunderschöne, unbeschreibliche Seite des Lichtes kenne. 

Es ist unbedeutsam, ja gar voll gleichgültig. Denn das ist etwas zwischen dir und deinem Herrn. Unserem Herrn. 

Er sandte dich zu mir als ein Licht.  Du bist der  Mond. Der Mond, in einer meiner vielen dunklen Nächte.  

Mein Licht. Und du wirst immer dieser Mond sein, der mein Leben erhellt. Eine Bereicherung. 

Verstecke deine dunkle Seite vor mir. 

Es macht mir nichts.  Denn wir sind Seelenverwandt. 

Immer bist du ein Teil meiner BIttgebete, welche gefüllt, mit Liebe, Hoffnung, Stille, Tränen und Lächeln. 

Du bist ein Tropfen meiner Tränen, ein Teil meines Lächelns.

Es ist mir gleichgültig. Denn du bist meine Seelenverwandte. Ein Licht in meiner Finsternis. 

„Wenn Gott jemanden etwas Gutes will, schenkt er ihm einen rechtschaffenen Freund, der ihn erinnert, wenn er vergisst, der ihm hilft, wenn dieser ihn darum bittet.“ (Muslim) 

Alhamudlillah. 

Ich bin mir sicher. Wir sind uns begegnet. In der Welt von der wir kommen und in die wir wiederkehren werden. Unsere Seelen sind verwandt. 

Alhamdulillah. 

Möge Gott dich so sehr lieben, wie ich dich liebe und ein tausend faches mehr, meine Schwester!  

 

 

 

Gesegnetes Fest.

Gesegnetes Fest.

Ich wünsche allen muslimischen Geschwistern ein segenreiches Opferfest.
Möge Gott unsere Gottesdienste annehmen und sie im Jenseits in unserer Waagschale schwer wiegen lassen.
Möge Er uns die Geduld, die Stärke und das Gottvertrauen in unser Herz setzen, welches Abraham und sein Sohn in ihren Herzen trugen.
Ich wünsche Euch und euren Familien wundervolle, bunte und laute Tage.
Mit Liebe und Licht.
II Ein Bittgebet, an diesem voll Segen gefüllten Tag sollten wir erübrigen für unsere Geschwister in Syrien, Ägypten, Palästina und und und…
Sie verbringen das ‚Fest‘ unter so schlimmen Umständen. Möge ihr Fest im Jenseits umso schöner sein! II

Meine Herzenssprache.

Vor 3 Tagen hatte ich mir vorgenommen auf Türkisch zu schreiben.

Es war egal was, nur, ich wollte einen Text auf Türkisch verfassen.

Ich setzte mich hin.

Fing an zu schreiben. Wie immer – ohne zu denken, ohne einen Gedanken vorher darauf zu verschwenden. Einfach schreiben. Das, was sich gerade in meinem Kopf, meinem Herz und in meiner Seele befand.

Ich schrieb genau ein Wort. Ein Wort. „Hasret.“ (=Sehnsucht)

Und dann packte mich die Angst.

„Ich kann doch gar kein Türkisch?!“, dachte ich mir. „Klar, mein Papa ist ursprünglich aus der Türkei. Und meine Mama auch. Und ich war schon mal dort. 4 Mal vielleicht? Aber, ich kann doch gar kein Türkisch?!“

Die Herzenssprache, hatte es Esma Abla mal genannt. Türkisch sei ihre Herzenssprache. Ihre Gefühlssprache.

Ich habe so viele Empfindungen, so viele Gedanken. Meine Gedanken sind ab und an auf Türkisch. Aber ich kann es nicht nieder schreiben.

Bin ich etwas viel mehr Deutsch als ich glaubte, und viel mehr weniger Türkisch als meine Umgebung mich wahrnimmt und wahrnehmen will.

Es war nie eine Frage für mich; Ich bin ein Teil dieses Landes. Und ich wusste schon immer: Deutsch ist die Sprache, die ich am besten spreche und türkisch spreche ich eigentlich nur mit meiner Oma. Und manchmal mit meiner Mutter. Aber immer seltener. Und vielleicht auch mit meinem Onkel. Ab und zu. Wenn wir nicht gerade Schwäbisch reden.

Ich lief zu meinem Bücherregal (das eigentlich nur mein Fensterbrett ist, da ich keines besitze und das was ich besitze viel zu klein für all meine Bücher ist) 2 Bücher auf Türkisch. 3 wenn es hochkommt.

Eines über den Mystiker Rumi. Und eines über die Frau des Propheten (s) Hatica r.a. Und… die türkische Übersetzung des Korans.

„Ich fühle mich wie in der 3. Klasse, wenn ich ein türkisches Buch lese..“, dachte ich mir immer, wenn ich eines von Papas Regal raus nahm (welches übrigens Bücher in wirklich fast allen Sprachen der Welt enthält – was will er eigentlich mit all den Büchern, auf all den Sprachen?) Und ich legte es immer wieder hin und widmete  mich meinen deutschen Büchern zu.

Weil ich sie verstand. Und weil ich sie fühlte. Ich musste bisher noch nie ein Wort nachschlagen. Selten musste ich einen Satz mehr als zwei Mal lesen. (Abgesehen von Nietzsche – aber den verstehen auch andere nicht)

Ich war mir nie darüber bewusst. Bis ich vor 3 Tagen einen Text schreiben wollte. Auf Türkisch. Weil meine Mutter ist Türkin. Und mein Vater auch. Eigentlich.

„Meine Herzenssprache ist Türkisch“, sagte mir meine Esma Abla mal während wir zur Mittagspause einen Kaffee tranken.

Ich schwieg damals, und schaute sie fragend an. Nicht, weil ich etwas an ihrer Aussage auszusetzten hatte. Nur dachte ich mir: „Nein, ich glaube meine nicht.“ Aber sicher war ich mir damals nicht.

Ich war mir nie darüber bewusst. Bis ich vor 3 Tagen einen Text schreiben wollte. Auf Türkisch.

Dieser Text ist Deutsch. Weil ich nun weiß: Meine Herzenssprache ist Deutsch.

Dieser Text ist Deutsch. Vielleicht weil ich viel mehr Deutsch bin als ich bisher glaubte, und viel weniger Türkisch, als es die Gesellschaft wahr haben will.

Dieser Text ist Deutsch. Aber vielleicht werde ich irgendwann einen Text auf Türkisch schreiben. Vielleicht…

Ich schweige..

Ich schweige. Bin zu tiefst verletzt – aber ich schweige.

Der Mensch schafft es nicht lange sich im Licht des Guten zu präsentieren, denn Gott ist der Gerechte. Gott. Gott ist die Gerechtigkeit! 

Ich schweige und leide an eurer Ungerechtigkeit. Nur soll niemand zu mir kommen und sich bei mir gut reden. Gut ist der, der dem Licht folgt.

Ist ewige Liebe nicht etwa, sich etwas bedingungslos hinzugeben. Ist Freiheit nicht etwa, sich aus Liebe an etwas – an Ihn –  zu binden. Ist es denn Freiheitsberaubung, wenn du von dem ablässt, was schändlich für dich ist?

Doch nein! Ich sehe ihr wollt nicht einsehen, nicht begreifen  und nicht verstehen.

Sprich nicht über Liebe, wenn du nicht einmal dem das Mindeste an Gehorsam entgegen bringen kannst, Der ein Stück von Sich hat eingehaucht in dich, voller Selbstlosigkeit. Voller Hingabe in der Schöpfung. Voller Perfektion.

Sprich nicht über Liebe, wenn du meinen Geliebten nicht im Geringsten achtest.

Sprich nicht über Liebe, meine Seele zuckt zusammen in Abscheu und Beleidigung gegenüber deiner Lüge. Du liebst nicht. Sprich nicht über Liebe!

Ich schweige und  leide, denn ich weiß, „Er ist mit den Geduldigen!“ und ich weiß, „Überbringe den Geduldigen freudige Botschaft!“

Und auch wenn ich nicht die Achtung jener bekomme, die mir waren lieb und teuer. Ich sehne mich nicht mehr danach, denn sie lieben nicht mehr.

Und gerne stehe ich unter dir  – es macht mir nichts. Denn ich denke an den Geliebten. An seine Worte an mich, die ich lese in Freude und in Trauer. Und ich lasse sie mir in den Sinn kommen, wenn ich schweigend leide, über eure Erbärmlichkeit!

Ich schweige. Denn mein Herr ist der Allwissende, der Allsehende. Der, Der die Liebe erschuf. Aber auch den Zorn. 

Ich schweige, denn meine Sorge ist groß, aber mein Schöpfer ist der Größte! 

 

„Ist etwa der, dem das Böse seines Tuns verschönt wird, so daß er es als gut ansieht (rechtgeleitet)? Gewiß, Allah läßt in die Irre gehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Laß darum deine Seele nicht in Seufzern über sie hinschwinden. Wahrlich, Allah weiß, was sie tun.“ (53:8)

 

(emk)

Erschwernis – Erleichterung

huzur.

Es kommt mir in den Sinn. Immer öfter. Fast jede Minute. Und nachts. Da ist es der Inhalt meines Denkens, meines Atmens. Nachts ist es Alles.

Dieser Vers. Der mich begleitet hat durch so viele Höhen und Tiefen.

Wenn ich saß, weil mir die Luft weg blieb. Meine Augen sich füllten mit Tränen, aber nicht fließen duften, weil Schwäche nicht erwünscht war.

Ich sprach es zu mir, als sei es ein Elixier. Als würde es, wenn ich es nur oft genug dachte alle meine Sorgen weg fegen.

Und es kehrte eine Macht ein, wenn ich es immer wieder mit selbst zu flüsterte.
Ich konnte wieder atmen. Schluckte meine Tränen runter, hob sie auf für die stille Nacht, die entflohene Träne wischte ich weg, stand auf und ging weiter.

Es gibt Zeiten, da ist es mein Lebensinhalt. Das Etwas was mich daran hindert nicht im Bett liegen zu bleiben. Mich nicht selbst zu bemitleiden. Es hindert mich daran, kaputt zu gehen an mir Selbst. Und an das was mich lässt kaputt gehen.

Und es gibt Zeiten, da flüstere ich es anderen zu. Da bin ich nämlich erfüllt von dem etwas. Bin stark. Scheine nicht nur stark, sondern bin es. Da gebe ich anderen diesen Rat, dass dieses Elixier Wunder bewirkt.

Nun ist wieder die Zeit, in dem die Nacht gefüllt ist mit diesem Satz. Mit diesem Zeichen. Mit diesem Elixier. In der mir der Schlaf geraubt wird vom Alltäglichen. Und es ist wieder die Zeit, in dem mir meine Luft weg bleibt, meine Augen sich mit Tränen füllen und ich sie runter schlucke, denn Schwäche ist nicht gestattet.

Denn ich denke mir, und flüstere mir immer wieder zu:

Fa inna ma’al ‚usri yusra.. Fa inna ma’al ‚usri yusra.. Fa inna ma’al ‚usri yusra..

Und ich bekomme wieder Luft. Schlucke meine Tränen herunter. Hebe sie mir auf für die Stille der Nacht. Wische die eine entflohene Träne weg.

Noch einmal spreche ich es. Etwas lauter als sonst:

„Und wahrlich, mit der Erschwernis kommt die Erleichterung.“
Fa inna ma’al ‚usri yusra..

Ich stehe auf und gehe weiter..

(© emk)
(Quran; 94:6)