Erschwernis – Erleichterung

huzur.

Es kommt mir in den Sinn. Immer öfter. Fast jede Minute. Und nachts. Da ist es der Inhalt meines Denkens, meines Atmens. Nachts ist es Alles.

Dieser Vers. Der mich begleitet hat durch so viele Höhen und Tiefen.

Wenn ich saß, weil mir die Luft weg blieb. Meine Augen sich füllten mit Tränen, aber nicht fließen duften, weil Schwäche nicht erwünscht war.

Ich sprach es zu mir, als sei es ein Elixier. Als würde es, wenn ich es nur oft genug dachte alle meine Sorgen weg fegen.

Und es kehrte eine Macht ein, wenn ich es immer wieder mit selbst zu flüsterte.
Ich konnte wieder atmen. Schluckte meine Tränen runter, hob sie auf für die stille Nacht, die entflohene Träne wischte ich weg, stand auf und ging weiter.

Es gibt Zeiten, da ist es mein Lebensinhalt. Das Etwas was mich daran hindert nicht im Bett liegen zu bleiben. Mich nicht selbst zu bemitleiden. Es hindert mich daran, kaputt zu gehen an mir Selbst. Und an das was mich lässt kaputt gehen.

Und es gibt Zeiten, da flüstere ich es anderen zu. Da bin ich nämlich erfüllt von dem etwas. Bin stark. Scheine nicht nur stark, sondern bin es. Da gebe ich anderen diesen Rat, dass dieses Elixier Wunder bewirkt.

Nun ist wieder die Zeit, in dem die Nacht gefüllt ist mit diesem Satz. Mit diesem Zeichen. Mit diesem Elixier. In der mir der Schlaf geraubt wird vom Alltäglichen. Und es ist wieder die Zeit, in dem mir meine Luft weg bleibt, meine Augen sich mit Tränen füllen und ich sie runter schlucke, denn Schwäche ist nicht gestattet.

Denn ich denke mir, und flüstere mir immer wieder zu:

Fa inna ma’al ‚usri yusra.. Fa inna ma’al ‚usri yusra.. Fa inna ma’al ‚usri yusra..

Und ich bekomme wieder Luft. Schlucke meine Tränen herunter. Hebe sie mir auf für die Stille der Nacht. Wische die eine entflohene Träne weg.

Noch einmal spreche ich es. Etwas lauter als sonst:

„Und wahrlich, mit der Erschwernis kommt die Erleichterung.“
Fa inna ma’al ‚usri yusra..

Ich stehe auf und gehe weiter..

(© emk)
(Quran; 94:6)

Oh du Weiser…

Oh du Weiser...

Ich reise zurück und bin wieder in der Herkömmlichkeit gelandet.

Ein unbekannter Schmerz lastet auf meiner Seele.

Der Ort an dem ich war trägt einen Namen. Die Menschen die ich traf, alle haben eine Identität. Ich kann sie benennen.

Doch die Gedanken, die Erfahrungen und die Gefühle meines Herzens.

Jedes Wort, welches ich hörte aus dem Munde des Weisen…

Eine Bereicherung für meine Welt in der ich alleine lebe, nun auch mit Dir.

Ich denke. Denke darüber nach, höre die Lieder voller Schmerz die wir gemeinsam sangen. In die stille Nacht hinein.

Ein Hauch von Liebe lastet nun auf meinem Herzen. Ein neues Lichtlein in meiner Seele.

Eine Reise an einen Ort mit Namen, jedoch mit Folgen die kein Wort beschreiben könnte.

Sehnsucht vielleicht. Das Wissen darüber, dass es ein Ende hatte wo es doch erst begann.

Tränen, Gelächter, Stille und Laute…

Die Liebe zu der Barmherzigkeit des Herrn, welche in Dir wohnt. Deine Seele, oh du Weiser.

Es war ein Teil eines benenn baren Ortes doch eines unbekannten Gefühls. Des Unbekannten.

Du hast etwas geweckt in mir. Etwas, das verschollen war.

Ich danke Dir.
Ich danke Dir.

Mit dem Wunsch, dass auch ich etwas tat, wofür du mir im Geheimen dankst, beim Lesen der Gedichte die wir gemeinsam sangen. Sei es nur ein Blick, der sich traf.

Ich danke Dir.

(Bild/Text: ©emk)

Mut zur Tat!

Wenn die ganze Welt brennt, und niemand das Feuer löschen will, so sende Du den ersten Wassertropfen! 
Verbessere die Welt, in dem Du Dich verbesserst! 
Habe Mut zur Tat. 
Lasst uns die Welt retten, Freunde!

If the whole world is burning, and nobody wants to extinguish the fire, be the one to send the first drop of water! Improve the world by improving yourself!

*emk