Wahrheit. Güte. Schönheit.

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„Es gibt zwei Konzepte, die oft gemeinsam genannt werden: Tarbija und Ta’alim. Die Idee der Fürsorge bzw. Aufzucht, sowie die Idee der Bildung.
Beide Prozesse lassen sich nicht voneinander trennen. Daher wurden sie immer gemeinsam erwähnt.
Ein Lehrer war immer sowohl spiritueller als auch intellektueller Mentor, denn der Geist lässt sich nicht vom Verstand trennen. Unser Intellekt ist in sich ein spirituelles und kein materielles Phänomen.
Bewusstsein ist spirituell. Der Kern des Menschen (den Allah als „Lubb“ bezeichnet) ist immaterielle Wirklichkeit.
Der Murabbi war derjenige, der einen stufenweise aus seinem Selbst heraus führte. Daher meint Madrassa auf Arabisch auch den Ort, in dem negative Eigenschaften ausgelöscht und positive Eigenschaften vermittelt werden.
Das erste Stadium von Erziehung wurde als das Entleeren des Selbst bezeichnet. Und das zweite bestand in der Verschönerung des Selbst.
In der Antike wurde das als Wahrheit, Güte und Schönheit bezeichnet. Wir nennen das Iman, Islam und Ihsan.
Iman ist unsere Wahrheit: Es gibt keinen Gott außer Allah.
Islam ist Art und Weise, wie wir mit Güte in der Welt handeln.
Und Ihsan ist das tiefergehende Bedürfnis des Menschen, die Dinge schön zu gestalten.“
(Hamza Yusuf, Die Krise des Wissens (Tl. 2), aus der IZ 12/14)
[Auszeichnungen wie kursiv oder fett von mir]

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